Frauen „in Balance“
Am 12.09.2026 fand unser diesjähriges Frauenseminar des Landesverbandes Berlin-Brandenburg mit dem Thema "in Balance" statt. Es gliederte sich in zwei Teile: Einführung in den Bogensport und Vortrag über die psychischen Belastungen bei Morbus Bechterew (MB) sowie Möglichkeiten der Therapie. Der erste Teil fand auf dem Gelände der TIB (Turngemeinde in Berlin 1848) statt, die auch Bogensport anbietet. Die meisten von uns hatten hiermit keinerlei Erfahrung, umso größer war die Neugier. Jörg und Talea vom TIB gaben uns eine gute Einführung. Die Grundhaltung beim Bogensport ist die gleiche, wie wir sie aus vielen Übungen unserer MB-Krankengymnastik kennen. Von daher ist der Bogensport durchaus für MB-Betroffene zu empfehlen. Es war herausfordernd, an die richtige Körper- und Armhaltung zu denken, vor allem einzuschätzen, wann die Sehne des Bogens genug gespannt war für den Schuss. Auch wenn die wenigsten Pfeile ins Schwarze trafen, machte es Spaß und die drei Stunden vergingen im Nu.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause im Vereinsheim der TIB fuhren wir zur Siegmund-Freud- Universität auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Herr Gunter von Leoprechting (Unternehmensberater und Heilpraktiker für Psychotherapie) hielt dort einen sehr aufschlussreichen Vortrag über Begleiterkrankungen, die ggf. auch bei Morbus Bechterew auftreten können. Bei MB-Betroffenen können Belastungsstörungen auftreten. Als Mittel gegen diese empfiehlt er: mindestens 1 Sekunde Freude erleben ( Glücksgefühl auch schon an kleinen Themen) und genießen, in die Natur gehen, Bewegung , Kreative Hobbys, d.h. vor allem regelmäßig etwas greifbar mit den Händen schaffen, Regelmäßiger Schlaf und dazu unterstützend ein guter Freundes- und Familienkreis sowie Selbstachtsamkeit und gesunde Ernährung. Der Vortragende war selbst von Morbus Bechterew betroffen und konnte sich mithilfe verschiedener Methoden stabilisieren.
Mir hat der Tag viele neue Erkenntnisse gebracht. Auch der persönliche Austausch mit den übrigen Teilnehmerinnen war wertvoll. Hierfür meinen herzlichen Dank an Evelin, unsere Frauenbeauftragte, die die ganze vorbereitende Organisation geleistet hat und für einen reibungslosen Ablauf des Seminars sorgte.
Karin Kalkreuth
